Wandfarbe nach Auszug: Was hält der Endreinigung stand
Nach dem Auszug steht oft die Frage im Raum, ob die Wohnung lediglich besenrein übergeben werden muss oder ob Schönheitsreparaturen fällig sind. Ein Punkt, der dabei regelmäßig unterschätzt wird, ist die Wahl der Wandfarbe. Wer beim Einzug zu einem billigen Produkt mit niedriger Nassabriebbeständigkeit gegriffen hat, zahlt beim Auszug drauf: Flecken von Möbeln, Schuhen oder Alltagsgegenständen lassen sich nicht mehr entfernen, ohne dass die Farbe mit abgeht. Die Folge sind sichtbare Streifen und ein ungleichmäßiges Bild, das Vermieter oder Nachmieter sofort bemerken.
Entscheidend ist die sogenannte Scheuerklasse, die angibt, wie widerstandsfähig eine Dispersionsfarbe gegenüber mechanischer Beanspruchung und Feuchtigkeit ist. Für stark genutzte Bereiche wie Flure, Küchen oder Treppenhäuser empfiehlt sich mindestens Klasse 2, besser Klasse 1. Wer sich unsicher ist, welche Klasse für welchen Raum sinnvoll ist, findet bei opso-consulting.de eine verständliche Erklärung der Scheuerklassen, die ohne Fachchinesisch auskommt. Dort wird auch erläutert, warum abwaschbare Farben nicht automatisch gleichbedeutend mit scheuerbeständig sind und worauf man beim Etikett achten sollte.
Für die Endreinigung bedeutet das konkret: Eine Farbe mit hoher Nassabriebbeständigkeit lässt sich mit einem feuchten Tuch und mildem Reiniger abwischen, ohne dass die Oberfläche aufraut oder sich ablöst. Wer dagegen zu einer matten, offenporigen Farbe ohne entsprechende Kennzeichnung greift, riskiert, dass jeder Reinigungsversuch Spuren hinterlässt. Besonders in Mietwohnungen ist es daher ratsam, schon beim Einzug auf die Scheuerklasse zu achten und nicht erst kurz vor der Übergabe. Ein Blick auf das technische Datenblatt oder die Angaben des Herstellers genügt meist, um Klarheit zu bekommen.
Wer die Wohnung selbst streicht, sollte außerdem darauf achten, dass die Farbe vollständig durchgetrocknet ist, bevor gereinigt wird. Frisch gestrichene Flächen sind empfindlicher als solche, die bereits einige Wochen ausgehärtet sind. Und wer unsicher ist, ob die vorhandene Farbe überhaupt abwaschbar ist, kann an einer unauffälligen Stelle einen Test mit einem feuchten Schwamm machen. Zeigt sich sofort ein Farbabrieb, ist die Endreinigung mit Wasser tabu – dann hilft nur noch ein neuer Anstrich mit einem Produkt der passenden Scheuerklasse.